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START - DER CLUB - GESCHICHTE

 

Deutschlands Camping-Fachverband
Der Deutsche Camping-Club e.V.




60 Jahre Einsatz für die Camper

 

Gegründet am 22. September 1948 im Nachkriegsdeutschland als Vereinigung, deren Ziel es war, Freizeit in der Natur für alle zugänglich zu machen, hat der Deutsche Camping-Club inzwischen eine nunmehr 60jährige abwechslungsreiche Geschichte. Zusammen mit der Bundesrepublik entwickelte sich der Verband aus kleinen Anfängen zu einer starken Gemeinschaft. Immer noch finden bei uns Zeltler ihre Heimat. Dazugekommen sind Caravaner und Wohnmobillisten und rund 30 kooperativ angeschlossene Verbände, wie der AvD oder der ACE und der Deutsche Kanu-Verband, deren Mitglieder unsere Leistungen mitnutzen können.

 

Gemeinsames Ziel ist es auch heute noch in der Freizeit mobil zu sein und Natur, Landschaft und Regionen in ganz Europa kennen zu lernen, ebenso, wie grenzübergreifende Freundschaften mit gleich gesinnten Campingfreunden zu schließen. DCC-Mitglieder haben die Möglichkeit, in unseren Landesverbänden und Ortsclubs aktiv zu sein. Sie können dann nicht nur in den Ferien Camping-Freundschaften schließen, sondern sie auch im Alltag, auf den teilweise wunderschön gelegenen clubeigenen Campingplätzen pflegen.

 

Die Gründung des Clubs war keine leichte Aufgabe. Zu den engsten Mitarbeitern von Dr. Eckert gehörten damals Dr. Franz Josef Arendts, der später der erste Schriftführer des Clubs wurde, und Hans Berger. Gemeinsam entschlossen sich die Herren, den Instanzenweg zu gehen. Die einzelnen Behörden und die Militärregierung genehmigten schließlich die Satzungen und erteilten eine Lizenz für die geplante Zeitschrift. Auch die erforderlichen politischen Überprüfungen der Gründer mussten selbstverständlich absolviert werden. Im September 1948 war es dann so weit. Die Einladungen zur Gründungsversammlung, die am 22.9. in den Pschorrbräu-Gaststätten in der Neuhauser Straße in München stattfand, wurden verschickt. Teilnehmer der Gründungsversammlung waren neben Dr. Eckert auch Dr. Ahrendts, der Verleger Rudolf Rother und Hans Berger. Sie hoben den Deutschen Camping-Club aus der Taufe.



Der DCC entsteht....



1932 erfolgte in Holland der Zusammenschluss aller das Zelten bzw. Camping pflegenden Nationen zur „International Federation of Camping Clubs“ (IFCC), der späteren FICC, der Federation International de Camping et de Caravaning. Präsident wurde Mr. Champion, der nach seiner aktiven Präsidiumszeit als Ehrenpräsident der Vereinigung lange treu blieb. Deutschland war in der IFCC durch den Deutschen Kanu-Verband vertreten und beschickte von dort alle internationalen Treffen und Rallyes mit einer Delegation. Dr. Eckert, der damalige Vorsitzende des Kanuverbands und Präsident des Internationalen Kanuverbands  wurde Vorstandsmitglied der IFCC.

 

Der ständige deutsche Delegierte, Dr. Ernst Dadder aus Saarlouis, er war nach Gründung des DCC Vorsitzender der „Landesgruppe Saar“ des Clubs, hatte 1936 in Barcelona die deutsche Einladung überbracht, die jährliche Rallye der IFCC in Deutschland abzuhalten. Sie war angenommen worden. Als Campingplatz stand der Schlosspark von Biebrich bei Wiesbaden zur Verfügung. Für Dr. Eckert war dieses Ereignis schon damals Grund genug, auch andere deutsche Organisationen für Camping zu interessieren. Er nahm beispielsweise mit dem Präsidenten des DDAC, dem heutigen ADAC, Verhandlungen auf, mit dem Ziel der Beteiligung an der Rallye 1937. Ebenfalls wurden Gespräche über die Zusammenstellung eines gemeinsamen erweiterten Zeltplatzverzeichnisses geführt und über die Einführung eines gemeinschaftlichen Zeltplatzschildes.

 

Die eigentliche Rallye im Schlosspark am Rhein wurde dann zu einem erfolgreichen Ereignis. Allein 3700 Camper aus dem Ausland, mit Auto und Wohnwagen oder in Deutschland zuvor nicht gesehenen Großzelten waren gekommen, dazu rund 1000 zeltende Kanuten. Alle Länder Europas waren vertreten und das bisher größte  internationale Zeltlager in Deutschland, das 1936 am Müggelsee anlässlich der olympischen Spiele stattgefunden hatte, war restlos in den Schatten gestellt.

 

Die Kontakte, die auf der Veranstaltung von 1937 geknüpft worden waren, überdauerten den Zweiten Weltkrieg. Als die FICC nach Kriegsende wieder mit ihrer Arbeit begann, nahm einer ihrer Vertreter, Mr. Lindsey, der Leiter der Jugendabteilung  des Camping Club of Great Britain and Ireland, Kontakt mit Dr. Eckert in München auf und forderte ihn im Namen aller in der FICC zusammengeschlossenen Nationen auf, eine deutsche Campingorganisation zu gründen. Es dauerte dann bis zum 22.9.1948, bis der Deutsche Camping-Club gegründet wurde.

 

Der neu gegründete Club lud bereits 1949 zur ersten nationalen Rallye ein. Sie fand am Staffelsee statt und wurde dabei auf das intensivste von der damals neu ins Leben gerufenen Campingindustrie unterstützt. Hans Berger, Vertreter der Firma Fritz Berger, der schon vor dem Krieg Wohnwagenhersteller und einer der ältesten Zeltbauer war, gehörte dazu, ebenso, wie Arist Dethleffs aus Isny. Sie übernahmen die erste Werbung für den Club durch Handzettel in ihren Katalogsendungen. Andere Sportgeschäftinhaber folgten. Somit haben die Vertreter dieser Sportindustrie sicherlich große Verdienste für die Entstehung der deutschen Campingbewegung. In ihren Sportgeschäften konnten die ersten Beratungsstellen für Camping-Interessenten eingerichtet werden. Ein erstes, handgroßes, dünnes Zeltplatzverzeichnis erschien 1949. Im Jahre 1950 gab es das Jahrestreffen der ersten Rallyeveranstaltung am Staffelsee, 1951 ging man an den Bannwaldsee bei Füssen. 1952 fiel das Treffen mit der Einweihung des, wie in der Clubzeitschrift CAMPING vermerkt ist, „ersten modernen deutschen Campingplatzes der Stadt Lindau“ zusammen. 1953 fand es am Möllner See in Holstein statt.

 

Von 1952 an begann die sprunghafte Aufwärtsentwicklung der Campingbewegung in Deutschland. Dem DCC als deutschem Fachverband für das Zeltwesen hatten sich damals korporativ angeschlossen: Der Deutsche Kanu-Verband, der Deutsche Freikörperkultur-Bund und der AvD. Mit einem Ministerialerlass vom 9.5.1953 erreichte Dr. Eckert für Bayern die völlige Anerkennung der Campingbewegung, ihre Förderung und ihre behördliche Regelung durch Empfehlungen – und nicht wie ursprünglich geplant durch Gesetze. Ähnliche Erlasse traten bald darauf auch in weiteren Bundesländern in Kraft. Die Entwicklung setzte sich 1954 mit der Bildung eines Campingausschusses anlässlich einer Tagung des Bundes Deutscher Verkehrsverbände in Wuppertal fort. Ziel war die Lösung aller Campingfragen in Verbindung mit den am Camping interessierten Organisationen. Dr. Eckert war in diesem Ausschuss aktiv, genauso wie auch in der FICC, in deren Vorstand er 1954 wieder gewählt wurde.


Parallel dazu war am 1.1.1953 die erste Ausgabe der Zeitschrift CAMPING erschienen. Als Schriftleiter hatte Dr. Eckert den ehemaligen Schriftleiter der 1944 regierungsseitig aufgehobenen Zeitschrift „Kanu-Sport“, Hugo Schmidt gewinnen können. Dieser arbeitete zunächst ehrenamtlich und später hauptamtlich im DCC für die Mitgliederzeitschrift, den Campingführer und weitere touristische Gebiete. Von 1951 an gründeten sich die verschiedenen Landesverbände, für die Jugendlichen war ab 1950 ein Jugendwart zuständig. Im Frühjahr 1954 gab es bereits 16 Landesgruppen und eine Vielzahl neuer Ortsclubs. Schon 1957 war der DCC erfahren genug in der Organisation von Großveranstaltungen, dass er auf Anfrage der FICC die 18. Internationale Rallye in Stuttgart durchführte, mit – soweit die Aufzeichnungen in der Clubzeitschrift CAMPING – 8000 Gästen aus ganz Europa.

 

Die Entwicklung hin zu einer lebendigen Gemeinschaft war begonnen. Der Grundstein zu dem aktiven und engagierten Club, den der DCC heute darstellt, war gelegt. Durch die Jahrzehnte zieht sich aber wie ein roter Faden immer das Eine: Der Club lebt von, mit und für engagierte Menschen, sich zum Wohle einer Gemeinschaft einbringen.